Schon die erste Weihnachtsfeier

Passend zur Dunkelheit und glatten Straßen war ich am Wochenende auf der ersten Weihnachtsfeier (Norwegisch: Julebord) der Saison. Als Mitglied des Social Committees der Unisport-Laufgruppe habe ich diese mitorganisiert. Auf der “Studenterhytta“ haben wir nach einem leckeren Weihnachtsdinner getanzt, gespielt und die Sauna genossen. Die Hütte wird seit über hundert Jahren von und für Studierende betrieben und liegt in Bymarka. Neben Estenstadmarka, direkt bei mir um die Ecke, ist Bymarka ein weiteres Waldgebiet und Naherholungsgebiet der TrondheimerInnen.

Bereits am Wochende zuvor sind schon weihnachtliche Gefühle aufgekommen. Mit einigen Klassenkameraden aus Chile, Mexiko, Indien und den USA habe ich die Fähre auf die andere Seite des Trondheim Fjord genommen. Von dort sind wir losgewandert, zuerst durch nasse Wälder bis wir dann über der Baumgrenze in der Winterlandschaft unterwegs waren. Den Abend und die Nacht haben wir gemütlich auf einer der NTNUI Hütten, den für Gruppen buchbaren Hütten des Unisports verbracht. Auf dem Rückweg haben wir bei einer sonnigen Pause Trondheim auf der anderen Seite des Fjordes im Nebel liegen sehen und uns entschieden, eine Fähre später zu nehmen.

Den international Lunch haben wir als Tradition im Studiengang bereits im August begonnen. Einmal pro Monat bringt jedeR eine Speise aus dem Heimatland mit. Den letzten International Lunch haben wir im Rahmen des hinduistischen Festival des Lichtes: dem Diwali-Festival zelebriert. Meine nepalesischen und indischen KlassenkameradInnen haben sich große Mühe mit der Dekoration gegeben und Angela hat den Mädels einen Bindi mitgebracht. Das ist der typische Kopfschmuck, welcher aufgemalt oder aufgeklebt auf der Stirn zwischen den Augenbrauen angebracht wird.

Die unibedingt stressfreiere Zeit im Oktober habe ich noch für einen Besuch in Aalborg (Dänemark) und Göteborg (Schweden) genutzt. Zwei meiner besten Freundinnen Lou und Vera wohnen und studieren derzeit in den beiden Städten. 16 Stunden (einfache) Reisezeit und drei verschiedene Verkehrsmittel (Zug, Bus und Fähre) haben mir einen wunderschönen und wohltuenden Kurzurlaub verschafft.

Das Studium läuft soweit – ich habe sehr viel zu tun. Jetzt stehen die letzten beiden Vorlesungswochen an, und mit dem Ende der Vorlesungen, beginnt auch eine kleine Flut an Abgaben. Vielleicht auch ganz gut sehr viel zu tun zu haben. Mittlerweile verlieren wir nämlich eine halbe Stunde Tageslicht pro Woche. Die Sonne steht so tief, dass man sich mittags um 12 geblendet fühlt und durch die Hügel um Trondheim herum, beginnt schon um viertel vor 3 die Dämmerung. Ich musste auch (Schweren Herzens) in ein Busticket investieren, da sich die Straßen in rutschige Flächen verwandelt haben. Armer Karl…

Mitte Dezember, wenn der Großteil der Abgaben erledigt ist, mache ich mich mit dem Interrail Ticket auf den Weg zurück nach Deutschland im Sinne von “Coming home for christmas“. So kann ich auch der dunkelsten Zeit in Norwegen entgehen 😀

Winterliche Grüße aus Trondheim,
Eure Anne

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