Etappe 4: der erste Regen

Etappe 4 startete mit einem gemütlichen Frühstück bei unseren Gastgebern in Bonn. Dann haben wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg gemacht. Nach einem Zwischenstopp mit wilden Brombeeren haben wir dann in Köln traditionsgemäß ein Kölsch genossen. Dabei hat uns auch ziemlich spontan Kyra, eine Schulfreundin Gesellschaft geleistet.

Kurz vor Köln hat es auch angefangen zu regnen… das ist der erste Regen auf der Tour bisher. Aber wir sind bestens ausgestattet und da kann und kein Tropfen etwas anhaben. Nach der langen Mittagspause geht es dann im Regen weiter über Dormagen bis Düsseldorf. Inklusive Fährfahrt und Schiffe beobachten.

Wusstet ihr, dass in Düsseldorf die Düsseldorf fließt? Eine der Erkenntnisse, die uns heute auf jeden Fall beeindruckt hat. 😀

Nun genießen wir den Abend und die Nacht bei einem guten Bekannten von Pina in Düsseldorf, bevor es morgen nach Münster weitergeht.

Vor dem Start von Bonn nach Düsseldorf
Ein Kölsch mit Pina und Kyra
In Düsseldorf: man beachte den professionellen Schloss-Gürtel

Etappe 3: immer den Rhein entlang

Was für eine Etappe: Nach 160 km und 13 Stunden unterwegs rollen Pina und ich mehr im Stehen als im Sitzen in der Straße einer befreundeten Familie in Bonn ein, bei welchen wir unterkommen. Pina, eine gute Freundin von mir und ich würde sagen, unter anderem „Schuld“ an der Idee dieser Fahrradreise begleitet mich die nächsten drei Tage bis nach Münster.

Frühstückspause

Um 7 Uhr sind wir am Morgen in aller Frische auf die Tour gestartet. Immer am Rhein entlang. Einmal durchs Wasser waten und dem Hochwasser ausweichen war heute auch wieder im Programm. Die Auswirkungen und Vorkehrungen der Hochwasserschutzmaßnahmen prägen derzeit vielerorts noch das Stadtbild/ bzw. die Fahrradwege.

An der Loreley vorbei, wo ich ganz stark an meine Großeltern denken musste, die immer von der Legende schwärmen haben wir in Koblenz dann in einem Biergarten am Deutschen Eck mit einer Freundin von Pina eine wohltuende Pause gemacht. Dann wechseln wir auf der Höhe von Neuwied auf die rechtsrheinische Seite, da die Fahrradbrücke über die Ahr im Zuge der Hochwasser weggeschwemmt wurde.

Schuhe aus und die vorderen Satteltaschen hoch und dann einmal durchs Wasser

Inklusive einer kleinen Fährfahrt am Ende über den Rhein hat das Ankommen heute fast einen Konstanzer Beigeschmack. Es war eine lange, aber sehr spaßige und Urlaubsgefühl-entfachende Tour. Morgen geht es dann von Bonn aus über Köln nach Düsseldorf.

Am Deutschen Eck in Koblenz

Routenplanung

Meine Tour durch Deutschland ist durch den Besuch von Freund:innen auf der Strecke geprägt. Daher die nicht gang geradlinige Wegführung. Teilweise werde ich auch von Freund:innen begleitet. Mein Papa war auf der Strecke von Leonberg nach Mannheim dabei. Pina wird mich auf der Strecke von Mainz bis Münster begleiten.

Die längste Etappe ist die Strecke Mainz-Bonn mit 155km. An die werden wir uns morgen wagen. Sonst liegen die meisten Etappen zwischen 80 und 110 km/ Tag. Zwischen Bielefeld und Lüneburg sind zwei Übernachtungen noch nicht konkret geplant und somit auch die genauen Zwischenhalte noch unklar.

Screenshot Google Maps der Etappen in Deutschland

In Skandinavien habe ich noch keine Etappen festgelegt. Lisa wird mich auf der Strecke von Malmö bis Oslo begleiten, und wir werden die Etappen so fahren, wie wir Lust daran haben. Mit dem Zelt sind wir hierbei ja auch um einiges flexibler.

Screenshot Google Maps Planung Skandinavien

Etappe 2: Wenn die Zementfabrik nach Popcorn riecht…

Mittlerweile bin ich gut in Mainz angekommen und wurde von meiner Freundin Pina herzlichst empfangen. Nun sitze ich auf dem Balkon und schreibe diesen Beitrag.

Nach dem ersten Kaffee mit Yannick auf der Terrasse bin ich heute Morgen zu Alina, einer Freundin aus der Schulzeit gefahren. Nach der seelischen und körperlichen Stärkung bei einem gemeinsamen Frühstück habe ich mich dann auf den Weg nach Mainz gedacht. 70 Kilometer, wenn man den richtig fährt. Zwei verschiedene Navigationsapps haben mir allerdings einen Weg rausgesucht, der im Stadtgebiet Mannheims mit einer Fähre zu befahren wäre. Diese liegt üblicherweise auf der Strecke des Fahrradweges. Ich weiß nicht, ob es am Hochwasser liegt, jedenfalls ist die Fähre nicht gefahren. Das bedeutete einen Umweg. So war ich erst nach einer guten Stunde so richtig aus der Stadt draußen.

Auf Alinas Balkon

Den Fahrradweg dann schließlich wieder gut gefunden, stand ein Ganzkörperworkout an. Der Weg führte nämlich über eine Autobrücke. Fahrradfahrende müssen ihr Fahrrad erst die Treppe hochschieben und auf der anderen Seite wieder runter. Das waren allerdings circa 80 recht steile Stufen. Ich weiß nicht genau, wie viel mein Fahrrad wiegt, aber es war schwer genug. Auf dem Weg runter habe ich dann die Satteltaschen weggemacht.

die Hälfte der Treppen nach oben

Nachdem dann noch ein kleiner überfluteter Teil auf der Strecke dabei war, lief der Rest der Fahrt problemlos ab. Die Zementfabrik auf den letzten Metern hat sogar nach Popcorn gerochen… So bin ich dann nach 83 km um 16:30 Uhr in Mainz angekommen und habe zur Belohnung ein Eis bekommen.

Schiebe-Abschnitt durch den überfluteten Streckenabschnitt
N Eis bei N‘Eis

Morgen bleibe ich in Mainz und treffe mich einer Freundin und mache einen Pausetag, bevor ich dann die nächsten Etappen mit meiner treuen Begleiterin Pina antreten werde. Daher werde ich morgen einen Beitrag zur Routenplanung veröffentlichen.

Hoffentlich geht es euch allen gut! Liebe Grüße aus Mainz, eure Anne

Etappe 1: Leonberg – Mannheim

Soo die erste Etappe ist geschafft. Mein Papa hat mich dir ersten 120 km bis nach Mannheim begleitet. Bei sonnigem Wetter konnten wir in der Mittagspause sogar in den Baggersee Langebrücken hüpfen. Mein Hobby baden gehen wurde also auch noch gestillt.

Abschied von Ella und Christoph, meinen Geschwistern
Abfahrt
Bergauf fahren kann schon anstrengend sein..

Auf den letzten 15 km ist am Vorderrad eine Speiche gerissen, der nächste Fahrradladen war aber nicht weit. Also haben Papa und ich schnell selbst Hand angelegt.

Reparatur der Speiche

Nach der verdienten Portion Nudeln ist Papa mit dem Zug wieder nach Hause gefahren. Ich habe dann mit Yannick einem Kumpel aus Konstanz und Gastgeber der Nacht noch das Hochwasser am Rhein betrachtet, einen Abstecher an die Uni gemacht und jetzt sitzen wir noch entspannt auf der Terrasse.

Ankunftsbild
Vor der Uni Mannheim

Danke für deine Begleitung heute Papa, das hat Spaß gemacht! Du hast es mir damals beigebracht und ich freue mich daher umso mehr, dass du mich auf dieser Etappe heute begleitet hast.

Die Ausrüstung steht

Ausrüstung für die 4-wöchige Radreise

Mittlerweile ist die Ausrüstung vollständig. Beziehungsweise wird sich das dann zeigen, wenn die Tour morgen startet. Neben der Zeltausstattung, die ich dann vor allem in Skandinavien brauchen werde, habe ich Küchen- und Badezimmer-Equipment dabei. Flick- und Reparaturmaterialien dürfen natürlich neben einer Solar-Powerbank nicht fehlen. Für den ein oder anderen Sprung ins kühle Nass ist der Bikini auch mit am Start. In diesen Zeit umso wichtiger und nicht zu vergessen ist der Impfpass.

Nun hoffe ich, dass für morgen alle sieben Sachen zusammengepackt sind. Ansonsten sollte der Gang in den nächsten Supermarkt oder Outdoor-Ausstatter auf dem Weg doch machbar sein.

Artikel im Südkurier

Mit Priscilla vom Südkurier habe ich in der vergangenen Woche ein Interview geführt. Der Artikel dazu ist am Samstag, den 17. Juli im Südkurier erschienen. Hier findest du den Link zum Artikel. Danke Priscilla für das nette Gespräch!

https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/fuer-den-guten-zweck-konstanzer-studentin-radelt-2300-kilometer-nach-trondheim;art372448,10862933

Es werden im Laufe der Zeit auch weitere Updates im Südkurier folgen…

Früh übt sich…

Die ersten Radfahrbilder kommen aus dem Jahr 2003. Grade frisch im Sattel hatte ich wohl großen Spaß an dieser zweirädrigen Fortbewegung! Und das tut es auch immer noch – mal sehen, wie das allerdings nach 2.300km in Trondheim aussieht. In drei Tagen, am Dienstag geht es los. Wie schon auf dem Bild, wird auch am Dienstag mein Papa auf der ersten Etappe mein Begleiter bis nach Mannheim sein. Bis dahin laufen die Vorbereitungen..

Lieben Gruß! Eure Anne

Was ist das denn?

Hi zusammen, ich bin Anne, 23 Jahre alt und mit dem Fahrrad auf dem Weg zu meinem Masterstudium „Urban Ecological Planning“ in Trondheim. Ich freue mich auf die Herausforderung, 2.300 km mit meinem Lieblingsfortbewegungsmittel zurückzulegen. Die langsame Ortsveränderung und emissionsfreie Fortbewegung begeistern mich am meisten. Während der Route über Deutschland, Schweden und Norwegen möchte ich Spenden für GermanZero, eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation sammeln. GermanZero macht sich stark für eine klimaneutrale Zukunft in Deutschland und unterstützt Städte und Kommunen auf diesem Weg. Ich habe in den letzten Monaten dort selbst ehrenamtlich mitgearbeitet und um für Klimaschutz und eine nachhaltige Zukunft zu sensibilisieren, möchte ich meine Strampelaktion mit einem Spendenaufruf für GermanZero verbinden. Ich freue mich über dein Interesse und Mitwirkung.