Etappe 2: Wenn die Zementfabrik nach Popcorn riecht…

Mittlerweile bin ich gut in Mainz angekommen und wurde von meiner Freundin Pina herzlichst empfangen. Nun sitze ich auf dem Balkon und schreibe diesen Beitrag.

Nach dem ersten Kaffee mit Yannick auf der Terrasse bin ich heute Morgen zu Alina, einer Freundin aus der Schulzeit gefahren. Nach der seelischen und körperlichen Stärkung bei einem gemeinsamen Frühstück habe ich mich dann auf den Weg nach Mainz gedacht. 70 Kilometer, wenn man den richtig fährt. Zwei verschiedene Navigationsapps haben mir allerdings einen Weg rausgesucht, der im Stadtgebiet Mannheims mit einer Fähre zu befahren wäre. Diese liegt üblicherweise auf der Strecke des Fahrradweges. Ich weiß nicht, ob es am Hochwasser liegt, jedenfalls ist die Fähre nicht gefahren. Das bedeutete einen Umweg. So war ich erst nach einer guten Stunde so richtig aus der Stadt draußen.

Auf Alinas Balkon

Den Fahrradweg dann schließlich wieder gut gefunden, stand ein Ganzkörperworkout an. Der Weg führte nämlich über eine Autobrücke. Fahrradfahrende müssen ihr Fahrrad erst die Treppe hochschieben und auf der anderen Seite wieder runter. Das waren allerdings circa 80 recht steile Stufen. Ich weiß nicht genau, wie viel mein Fahrrad wiegt, aber es war schwer genug. Auf dem Weg runter habe ich dann die Satteltaschen weggemacht.

die Hälfte der Treppen nach oben

Nachdem dann noch ein kleiner überfluteter Teil auf der Strecke dabei war, lief der Rest der Fahrt problemlos ab. Die Zementfabrik auf den letzten Metern hat sogar nach Popcorn gerochen… So bin ich dann nach 83 km um 16:30 Uhr in Mainz angekommen und habe zur Belohnung ein Eis bekommen.

Schiebe-Abschnitt durch den überfluteten Streckenabschnitt
N Eis bei N‘Eis

Morgen bleibe ich in Mainz und treffe mich einer Freundin und mache einen Pausetag, bevor ich dann die nächsten Etappen mit meiner treuen Begleiterin Pina antreten werde. Daher werde ich morgen einen Beitrag zur Routenplanung veröffentlichen.

Hoffentlich geht es euch allen gut! Liebe Grüße aus Mainz, eure Anne

Etappe 1: Leonberg – Mannheim

Soo die erste Etappe ist geschafft. Mein Papa hat mich dir ersten 120 km bis nach Mannheim begleitet. Bei sonnigem Wetter konnten wir in der Mittagspause sogar in den Baggersee Langebrücken hüpfen. Mein Hobby baden gehen wurde also auch noch gestillt.

Abschied von Ella und Christoph, meinen Geschwistern
Abfahrt
Bergauf fahren kann schon anstrengend sein..

Auf den letzten 15 km ist am Vorderrad eine Speiche gerissen, der nächste Fahrradladen war aber nicht weit. Also haben Papa und ich schnell selbst Hand angelegt.

Reparatur der Speiche

Nach der verdienten Portion Nudeln ist Papa mit dem Zug wieder nach Hause gefahren. Ich habe dann mit Yannick einem Kumpel aus Konstanz und Gastgeber der Nacht noch das Hochwasser am Rhein betrachtet, einen Abstecher an die Uni gemacht und jetzt sitzen wir noch entspannt auf der Terrasse.

Ankunftsbild
Vor der Uni Mannheim

Danke für deine Begleitung heute Papa, das hat Spaß gemacht! Du hast es mir damals beigebracht und ich freue mich daher umso mehr, dass du mich auf dieser Etappe heute begleitet hast.

Die Ausrüstung steht

Ausrüstung für die 4-wöchige Radreise

Mittlerweile ist die Ausrüstung vollständig. Beziehungsweise wird sich das dann zeigen, wenn die Tour morgen startet. Neben der Zeltausstattung, die ich dann vor allem in Skandinavien brauchen werde, habe ich Küchen- und Badezimmer-Equipment dabei. Flick- und Reparaturmaterialien dürfen natürlich neben einer Solar-Powerbank nicht fehlen. Für den ein oder anderen Sprung ins kühle Nass ist der Bikini auch mit am Start. In diesen Zeit umso wichtiger und nicht zu vergessen ist der Impfpass.

Nun hoffe ich, dass für morgen alle sieben Sachen zusammengepackt sind. Ansonsten sollte der Gang in den nächsten Supermarkt oder Outdoor-Ausstatter auf dem Weg doch machbar sein.

Artikel im Südkurier

Mit Priscilla vom Südkurier habe ich in der vergangenen Woche ein Interview geführt. Der Artikel dazu ist am Samstag, den 17. Juli im Südkurier erschienen. Hier findest du den Link zum Artikel. Danke Priscilla für das nette Gespräch!

https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/fuer-den-guten-zweck-konstanzer-studentin-radelt-2300-kilometer-nach-trondheim;art372448,10862933

Es werden im Laufe der Zeit auch weitere Updates im Südkurier folgen…

Früh übt sich…

Die ersten Radfahrbilder kommen aus dem Jahr 2003. Grade frisch im Sattel hatte ich wohl großen Spaß an dieser zweirädrigen Fortbewegung! Und das tut es auch immer noch – mal sehen, wie das allerdings nach 2.300km in Trondheim aussieht. In drei Tagen, am Dienstag geht es los. Wie schon auf dem Bild, wird auch am Dienstag mein Papa auf der ersten Etappe mein Begleiter bis nach Mannheim sein. Bis dahin laufen die Vorbereitungen..

Lieben Gruß! Eure Anne

Was ist das denn?

Hi zusammen, ich bin Anne, 23 Jahre alt und mit dem Fahrrad auf dem Weg zu meinem Masterstudium „Urban Ecological Planning“ in Trondheim. Ich freue mich auf die Herausforderung, 2.300 km mit meinem Lieblingsfortbewegungsmittel zurückzulegen. Die langsame Ortsveränderung und emissionsfreie Fortbewegung begeistern mich am meisten. Während der Route über Deutschland, Schweden und Norwegen möchte ich Spenden für GermanZero, eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation sammeln. GermanZero macht sich stark für eine klimaneutrale Zukunft in Deutschland und unterstützt Städte und Kommunen auf diesem Weg. Ich habe in den letzten Monaten dort selbst ehrenamtlich mitgearbeitet und um für Klimaschutz und eine nachhaltige Zukunft zu sensibilisieren, möchte ich meine Strampelaktion mit einem Spendenaufruf für GermanZero verbinden. Ich freue mich über dein Interesse und Mitwirkung.